Der Nebel kommt, der Wind, der Regen… Und immer wieder Sonne.

Alles nicht so schlimm.
Aber eins nach dem anderen.
Am Sonntag den 14. verliessen wir Oban bei bestem Segelwind und Sonnenschein. Es ging zur Insel Colonsay, und dort zur Ankerbucht in Loch Staosraig. Zwei weitere Segler gesellten sich zu uns. Mit dem Dingi “Tesla” wieder ein Ausflug zum Strand um die Ecke.

Am nächsten Morgen sollte der Schlag nach Crinan gehen, dem Eingang zum gleichnamigen Kanal, die Abkürzung in den Firth of Clyde und nach Glasgow. Zur Wahl stehen zwei Routen: der etwas längere, aber bei jedem Wind und Wetter machbare Weg durch den Sound of Luing, oder der kürzere, den Gulf of Corryvreckan südlich der Insel Scarba.
Die Bedingungen die wir hatten war wenig Wind, ja, wir mussten Motoren, und wir sollten es eigentlich bei Niedrig-Stauwasser durch die Enge schaffen. Karte und Reeds warnten eindringlich an anderen Zeiten ausser zu Stauwasser eine Durchfahrt zu versuchen. Der Gegenstrom sollte eine Durchfahrt für kleine Schiffe unmöglich machen, und die Overfalls mit Strudeln und Wellen eine unangenehme Durchfahrt erzeugen. Wir rechneten uns ein zeitliches Durchfahrtfenster aus: Niedrigwasser plus max. 1/2 Stunde. Aber wie das immer so ist: wir kamen zur geplanten Abfahrtszeit nicht pünktlich los, es sollte aber wohl noch gehen, zumal bei dem schwachen Wind keine besondere Welle zu erwarten war.
Alles lief prima, die See zeigte sich glatt, die Durchfahrt lag friedlich vor uns. Bis ein halbe Meile vorher. Da ging es los. Strudel, die Röde Orm tanzte! Mehr Gas gegeben: wir trauten unseren Augen kaum: bei 6,5 Knoten Fahrt durchs Wasser nur ein halber Knoten über Grund! Und die Richtung: statt nach Osten setzte es uns gen Norden!
Wir sahen uns das noch etwa zehn Minuten lang an, dann wurde es Zeit, die Durchfahrt, die ja noch fast 2 Meilen so gehen sollte, abzubrechen. Wir nutzen den “Schwung” des Stromes und drehten nach Nordwesten ab. Wir waren eben eine halbe Stunde zu spät!
Zunächst planten wir den empfohlenen Weg durch Luing Sound, aber wir machten noch einen weiteren Versuch, wie gesagt: die See war fast ohne Welle, mit wenig Wind. Wir probieren die nördliche enge Durchfahrt, um quasi die Insel Scarba zu umrunden.


Hier lief es ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass die Durchfahrt zwar eng, aber nur wenige Kabellängen lang ist. Auch hier ein Strudel, der sich gewaschen hatte, aber wir waren im nu durch. Noch zwei Stunden Fahrt und wir erreichten Crinan, und konnten auch gleich durch das Sealock. Im Crinan Basin machten wir fest für die Nacht, auch hier Sani-Anlagen vom feinsten. Und eine Fischbar: ganz ausgezeichnet. Am Abend beobachteten wir noch den Wettkampf zwischen einer Segelyacht und einem Fischerboot in der Schleusenkammer um einen günstigen Entladeplatz für die Säcke über Säcke mit Jakobsmuscheln. Ratet, wer gewonnen hat…


13 der 15 Schleusen durch den Crinan Kanal sind eigentlich im Handbetrieb von den Crews zu bedienen, jedoch wurden gerade einige Jungen und Mädels für ihre Ferienjobs als Schleusenwärter geschult, und so bleiben uns nur wenige Schleusen für die Selbstbedienung. Der Crew machte es Spaß. Um 17 Uhr ausgeschleust, und wir segelten bei bestem frischen Wind zum Hafen unseres Tagesetmals East Loch Tarbert.
Hier legten wir eine Hafentag ein, mit Einkaufen und Lokalbesuchen sowie Fotoexkursionen. Das Wetter gemischt, die aufliegenden Stratuswolken nässen mit pudrigem Niederschlag, Schauer. Die Stimmung: wie immer, gut!


Der nächste Tag sollte uns einen Segeltag bescheren, wieder mit 4 bis 5 Windstärken quer über den Firth of Clyde, das Ziel: Troon. Der Schwesterhafen von Largs neu, modern, wieder mit hervorragendem Sanibereich und dem bisher besten Restaurants der Reise: dem “Scott”. Überaus lebhaft besucht, das Essen: sehr gut.
Am nächsten Morgen bunkerten wir noch Diesel und Wasser, denn die nächsten zwei Stops sollten wieder Ankerbuchten sein: Lady Bay im Loch Ryan und dann die East Tarbet Bay hinter dem Mull of Galloway.
Diese Fahrt verlief im Gegensatz zum Tage vorher leider komplett unter Motor (wenig Wind) und in der Nähe des Mull sogar Nebel! Unser Horn tutete 1 mal lang alle zwei Minuten. Dann erschien über uns in der Sonne der Leuchtturm von Galloway und wenig später verzog sich auch der Nebel. Um die Ecke lag die Ankerbucht, vorher aber wieder lebhaftes Wasser der Overfalls um das Mull herum.
Um diesen am nächsten Morgen zu entkommen, planten wir die Abfahrtzeit sorgfältig und passierten das Kap mit dem Strom. Das Segeln herrlich, wieder mit frischem Wind, mit Fahrt über 7 Knoten! Und wieder Sonnenschein! Schnell waren die 27 Meilen zur Isle of Man durchfahren, sodass wir vor der geplanten Ankunftszeit, nämlich Hochwasser minus 2 Stunden, in der Bay von Peel ankamen. Dort machten wir an einer Mooringboje fest, um die Zeit bis zur Öffnung des Flapgates und der Brücke zum tidefreien Hafen abzuwarten.
In Peel ein Hafentag (Montag der 22.). Der Bericht darüber und unsere Weiterfahrt bald.

Es grüßen:

Hans-Jörg, Anne, Sebastian, Dieter und Gunnar.

 

Letztes Wochenende wurde beim MSC auf dem Mühlenberger Loch die Elbe-Damm-Regatta ausgesegelt. Neben Laser, 420er, Elb-H-Jollen haben auch die Conger gesegelt.

Wir waren dabei und haben bei elf Teilnehmern einen für uns schönen vierten Platz ersegelt.

Das Mühlenberger Loch hat uns wieder einiges geboten. Samstag fast gar keinen Wind und langes warten auf eine Wettfahrt und Sonntag dann noch vier Wettfahren bei frischem Wind und somit schöner Welle.

Antje und Harald
Harriboot, G-3405

Das Land der Stürme und des Regens, Kälte und Nebels?
Jedenfalls zeigte sich dieses Land der Crew der “Röde Orm” von einer Seite, die nur wenige von uns kennengelernt haben.
Loch Ness lag vor uns in seiner epischen Weite und Ausdehnung, Eine Ahnung überkam uns: dieses Land ist anders. Und dies wurde uns immer wieder in Erinnerung gerufen, von nun an.
Fort Augustus mit der Fünfer-Schleuse: links und rechts davon Pubs, einige Geschäfte, Natur. Vor der Schleuse übernachteten wir, hier, wie überall entlang des Kanals saubere und funktionierende Sani-Anlagen, Waschmaschinen und Trockner. Dazu passte überall der Schlüssel, welcher uns an der ersten Seeschleuse in Clachnaharry übergeben wurde.


Am nächsten Morgen um 9 Uhr pünktlich in die Schleusen, nun konnten wir alle uns einüben in den Vorgang und mit entsprechender Sicherheit ausstatten.
Weiter von “Loch zu Loch” ging es durch wunderschöne hügelige Landschaften mit bunten Blumen und gelb blühenden Ginster Stauden. Nacht-Stop dann in Gairlochy am Loch Lochy (nicht lachen, so heißt das hier), in ruhender Natur in Sichtweite des mit Schnee bedeckten Ben Nevis, Groß Britanniens höchstem Berg. Wiederum pünktlich am nächsten Morgen un 9 ging es durch weitere Schleusen und Brücken bis zum Sea Lock in Corpach. Schleusen, an- und ablegen konnten wir nun alle: nach 29maliger Anwendung der Vorgänge.


Das nächste Etappenziel Oban direkt anzusteuern erschien uns aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, 13 Uhr, nicht sinnvoll, schließlich schätzten wir die Zeit bis dorthin auf 8 Stunden. Segeln war auch nicht: die 3 Windstärken bliesen uns die gesamte Fahrt durch Loch Linnhe voll ins Gesicht, aufkreuzen in kurzen Schlägen wären eine gute Übung gewesen, jedoch nicht im Sinne des Erreichen eines Tageszieles. Also wurde eine Ankerbucht anvisiert, dicht bei der kleine Insel Eilean Balnagowan. Der Anker fiel um 18 Uhr. Dort kam auch unser Tender für einen Besuch der Insel zum Einsatz, die Crew war begeistert, die einheimischen Seevögel weniger: mit lautem Protest und in Aufregung wurden wir begrüßt. Da keine Brutzeit war, machten wir uns darüber nur wenige Gedanken. Die Robben in der Ankerbucht ließ das hingegen kalt. Sie schauten nur ab und zu mal nach uns.
Anker auf am nächsten Morgen: die See wie ein Spiegel. Also wieder Motoren…


Nach Oban ging es zwischen den Leuchttürmen von Lady’s Rock und dem weithin in strahlendem Weiß sichtbaren und maurisch anmutenden Lismore Turm hindurch in die Einfahrt nach Oban. Hier die totale Überraschung: es bot uns eine mittelmeerartig anmutende Lagune in strahlendem Sonnenschein! Dieses Wetter hielt an, und das vorzügliche Essen am Fischgrill der Marina trug zum Wohlgefühl bei. Landgang und Besichtigung der Oban Destille, Ausflüge mit Kameras in exzessivem Einsatze, Frühstück nach Art der Schotten: alles toll und unvergesslich. Und über allem: Sonne satt.

Heute, Samstag Früh, haben wir Stephanie, Peter und Bernhard um 04:30 zum Mainland am Oban Sailing Club übergesetzt und Gunnar wird später die Crew ergänzen.
Wir berichten weiter.

Hans-Jörg und die Crew der “Röde Orm”.

 

Das gute Wetter hatten wir uns verdient. Nur die Mücken waren etwas lästig. Super Location, schönes Segelrevier, sehr nette Gastgeber. Das ist das Fazit des 1. Schleiwochenendes am Steinhuder Meer. Lieber ASV-Hannover - wir sagen DANKE!

Wir, 34 Teilnehmer des ASV-Hamburg, waren vom 5.-7. Juni 2015 zu Gast im Vereinshaus des ASV-Hannover in Mardorf am Steinhuder Meer. Das gute Wetter hatte auch weitere Reisende auf die Autobahn gezogen, sodass die Meisten diesmal alle etwas später kamen. Macht nichts, das Grillfleisch hat uns dann trotzdem geschmeckt.

Am Mittwoch ging es mit frischem Winde raumschots nur unter G4 durch den Firth of Forth. Die schnellen Basstölpel schossen ins Wasser um zu jagen, etwas entfernt sahen wir ihr zu Hause: den Bass Rock. In der Nähe der Isle of May blies plötzlich unmittelbar neben dem Boot ein Zwergwal ab! Wir konnten seine Atem riechen! (Nicht sehr angenehm...) Er begleitete uns noch spielerisch eine Weile und zeigte uns auch seine weiße Bauchseite. So dicht hatte noch niemand von uns einen so großen Wal gesehen! Um Fife Ness herum wurde das Groß gesetzt um dem nun halben Wind gerecht zu werden. Später kam er wieder raumschots und so wurde es eine recht ruhige Fahrt gen Norden. Kurz vor Peterhead am nächsten Morgen, der Wind kam immer noch achterlich, eine kurze Diskussion mit der Crew: sind wir noch fit? Wollen wir weiter fahren? Das Wetter passt! So ging es nun ohne Unterbrechung in den Moray Firth und dann den Inverness Firth. Gutes Timing: pünktlich eine viertel Stunde vor der Schleusenzeit um 11 Uhr an der Clachnaharry Schleuse kamen wir mit 1,5 Knoten Strom mit uns an. Es hätte kaum eine bessere Passage von Edinburgh nach Inverness geben können. Also: geschleust, die Kanal-Lizenz erstanden und dann fest gemacht im Inverness Seaport zur Ruhe. Gegen Mittag am nächsten Tage (Samstag) kam unser Crew-Ergänzung Dieter, Sebastian und Anne. Wegen Regenwetters legten wir zwei Hafentage ein und morgen, Montag, tanken, und dann geht es direkt durch die Muirtown Drehbrücke und anschliessende Viererschleuse ins Loch Ness. Kanalfahrt vom Feinsten!

Euer Hans-Jörg und Crew.

(... dieser Bricht war schon geschrieben aber konnte nicht zur Aktuellen Zeit veröffentlich werden....)

Nach Beendigung der Regatta kam es windmäßig dicke: SW später W mit Sturmstärke und satten Böen.

Kein Boot verließ den Hafen währen der nächsten 2 Tage. Also wurde Stadtbesichtigung angesagt, ein lohnenswertes Unterfangen in Edinburgh. Die Stammcrew des RFYC sorgte für gute Verpflegung und freute sich über die Verlängerung des sonst eher ruhigen Clubbetriebes.

Heute aber (Mittwoch den 3.) wollen wir mit der Nachmittagstide auslaufen, nächster Hafen: Peterhead.

Wir berichten weiter:

Hans-Jörg mit Stephanie, Peter und Bernhard.