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Schiff
Einigen Mitseglern des Baltic Sprint Cup 2005 bot die J109 zu wenig
Möglichkeiten beim Segeln gut zu schlafen und auch zu wenig Stauraum.
Also sollte das Schiff, das wir für den Baltic Sprint Cup 2006
charterten, größer sein und eine bessere Aufteilung der Kojen zum Segeln
bieten. Auf der Hanseboot 2005 wurde auf dem Chartermarkt eine Baltic 42 DP
(Doug Peterson) Baujahr 1986 ausfindig gemacht. Die Kojeneinteilung
besticht: Auf acht Einzelkojen mit Leesegeln, davon vier im Achterschiff und
vier im Salon, kann man schlafen und so gut lange Strecken nonstop
zurücklegen. Im Hafen bietet das Schiff zehn Schlafplätze. Eine Yacht
mit 12.8m satt 10.9 m Länge bietet obendrein mehr Stauraum.
Auf der anderen Seite sind bei solch einem Schiff mehr Hände zum
sportlichen Segeln notwendig und die Handhabung ist anspruchsvoller.
Alleine die Bedienung eines Spinnakers satt eines Genakers erfordert
mehr Leute. Bei Yachten fährt man ab ca. 12 m Länge obendrein doppelte
Spinnakerschoten und beim Halsen taucht der Spibaum unterm Vorstag
durch. Ein Jockeybaum sorgt dafür, dass der Achterholer bei spitzen
Kursen frei von Relingsstützen läuft. Eine Baltic 42 DP hat kein "Pit"
als zentrale "Sammelstelle" aller Fallen, des Topnanten, Niederholers,
Reffleinen, etc. wie jüngere Yachten. Alle Fallen laufen vom Mast
kommend auf das Seitendeck. Dafür hat dann aber auch fast jedes Fall
seine eigene Winsch. Mit den vier richtig großen Genuawinschen bekommt
man auch die 173 qm des Spinnakers sehr gut unter Kontrolle.
Baltic ist eine Werft, die dafür berühmt ist, schnelle Edelschiffe im
obersten Qualitätssegment zu bauen. Dazu gehört ein erstklassig
verlegtes Teakdeck, aber auch innere Werte wie z.B. Edelstahlrohre für
das Frischwasser, hinterlüftete Wandverkleidungen gegen Kondenswasser
und so weiter.
Bei einer Baltic 42 DP handelt sich um ein Schiff mit dem man getrost
größere Passagen in Angriff nimmt, auch wenn der Wind mal stärker bläst,
und die Wellen höher werden. Bei sehr schwachen Winden läuft eine Baltic
42 DP aber nicht ganz so schnell los, wie eine J109. Eine J109 ist im
Gegensatz dazu darauf ausgelegt, bei sehr schwachen Winden gut zu
beschleunigen.
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